Wie viele Akustikpaneele brauchen Sie? Eine einfache Raumberechnung

Die häufigste Frage, die wir zu Akustikpaneelen bekommen, ist nicht, welches Paneel man kaufen soll. Es ist, wie viele. Akustikberater beantworten sie mit Berechnungen der Nachhallzeit, und für Schulen, Auditorien und Büros mit formalen Anforderungen ist das der richtige Weg. Für die meisten Räume bringt Sie eine einfache Schätzung jedoch nah genug heran, um sicher zu kaufen. Hier ist die Methode, die wir verwenden, wenn Kunden uns einen Raum beschreiben.

Die schnelle Regel

Für einen typischen Raum mit harten Oberflächen planen Sie eine absorbierende Paneelfläche von 15 bis 30 Prozent der Grundfläche, mit einem wirksamen Absorber wie Holzwolle-Leichtbauplatte (fibrolite) mit 25 mm, idealerweise mit Luftspalt.

  • 15 bis 20 Prozent: spürbare Verbesserung. Der Nachhall wird weicher, Sprache wird verständlicher. Richtig für Wohnzimmer, Schlafzimmer, kleine Büros.
  • 20 bis 30 Prozent: starke Behandlung. Richtig für Besprechungsräume, Klassenzimmer, Restaurants, Videokonferenzräume und überall dort, wo Sprachverständlichkeit das Ziel ist.
  • Über 30 Prozent: Spezialistengebiet: Heimkinos, Aufnahmeräume, sehr hohe oder verglaste Räume oder Räume, die ein dokumentiertes Nachhallziel erfüllen müssen.

Rechenbeispiel 1: Homeoffice

Ein Raum von 3,5 × 4 m hat 14 m² Grundfläche. 20 Prozent sind rund 2,8 m². Das sind acht Paneele 600 × 600 oder ein einzelnes Band aus Paneelen 2400 × 600 hinter dem Schreibtisch plus ein kleines Deckenfeld darüber. In einem Raum dieser Größe verwandelt das ein hartes Videokonferenz-Echo in einen ruhigen, trockenen Klang.

Rechenbeispiel 2: Besprechungsraum

Ein Besprechungsraum von 5 × 6 m hat 30 m². 25 Prozent ergeben 7,5 m² Paneelfläche. Das klassische Layout ist ein Deckenfeld von etwa 5 m² über dem Tisch plus 2 bis 3 m² an einer Wand, idealerweise der Wand gegenüber dem Videokonferenzbildschirm, damit das Kameramikrofon keine Reflexionen mehr aufnimmt.

Rechenbeispiel 3: Restaurant-Speiseraum

Ein Speiseraum von 120 m² benötigt bei 25 bis 30 Prozent 30 bis 36 m² Absorber. An einer Decke ist das eine nahezu durchgehend behandelte Zone über den Sitzbereichen. Hier ergeben Palettenmengen von Holzwolle Sinn: eine Palette Sonablock mit 25 mm fasst 30,96 m², fast genau die Anforderung.

Wo die Paneele platziert werden

Die Platzierung ist fast so wichtig wie die Menge:

  • Zuerst die Decke. Sie ist die größte ununterbrochene Fläche und behandelt den ganzen Raum gleichmäßig.
  • Erste Reflexionspunkte. Wände auf halbem Weg zwischen der Schallquelle und dem Zuhörer. In Büros bedeutet das Paneelbänder auf Kopfhöhe im Sitzen, etwa 1,0 bis 2,0 m über dem Boden.
  • Gegenüberliegende harte Wände. Wenn sich zwei kahle parallele Wände gegenüberstehen, behandeln Sie mindestens eine, um Flatterechos zu stoppen.
  • Streben Sie keine 100-prozentige Abdeckung an. Räume brauchen etwas Lebendigkeit. Über die oben genannten Zielwerte hinaus verursachen zusätzliche Paneele Kosten und optisches Gewicht bei geringem hörbaren Gewinn.

Höhe und harte Oberflächen verschieben das Ziel

Decken über 3 m, Glaswände sowie Stein- oder Betonböden erhöhen alle den Nachhall. Für jeden dieser vorhandenen Faktoren bewegen Sie sich zum oberen Ende des Prozentbereichs. Eine verglaste, 4 m hohe Bürolobby verhält sich wie ein viel größerer Raum, als ihre Grundfläche vermuten lässt.

Von der Schätzung zur Bestellung

Sonablock Holzwolle-Paneele gibt es in den Formaten 600 × 600, 1200 × 600 und 2400 × 600 in 15 und 25 mm. Für Absorption im Sprachfrequenzbereich pro Euro ist das 25-mm-Paneel die Standardwahl und erreicht eine Absorptionsleistung um αw 0,60 bis 0,65, je nach Spezifikation und Montage. Bestellmengen funktionieren in ganzen Paletten, weshalb sich die obige Berechnung vor dem Kauf lohnt: Die meisten Räume landen überraschend nah an einer glatten Palettenmenge.

Messen Sie Ihren Raum, rechnen Sie die Zahlen durch und stöbern Sie in Formaten und Farben in der Holzwolle-Akustikkollektion. Wenn Sie uns die Raummaße und ein Foto schicken, prüfen wir die Schätzung kostenlos auf Plausibilität.

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